Sri Lanka

KANDY

Kandy, die Anreise mit dem Zug hat Landschaftlich einiges zu bieten, sie führt vom Meer über eine Ebene durch den Dschungel in die höhergelegenen Regionen des Landes und ein Blick aus dem Fenster lohnt sich immer. Die ehemalige Königsstadt hat mittlerweile zwar von ihrem Glanz verloren und etwa Staub angesetzt, dennoch ist nich nur der Weg das Ziel, man kann auch noch die ein oder andere Sehenswürdigkeiten mitnehmen.

Der Zahntempel ist definitiv die erste Anlaufstelle in Kandy, auf angemessene Kleidung (bedeckte Knie und Schultern) ist zu achten ansonsten bekommt man direkt gegenüber des Eingangs, natürlich überteuerte, aber recht ansehnliche Sarongs. Eintritt ca. 10€ hierfür bekommt man zwar den Eckzahn Buddhas nicht direkt zu Gesicht, aber kann durch die Tempelanlagen streunen und die wichtigste buddhistische Pilgerstätte des Landes für sich erkunden.

Der Kandy Lake und Kandy-Viewpoint sind besonders in der Dämmerung zu empfehlen, da die Lichter der umliegenden Häuser eine schöne Atmosphäre schaffen

NUWARA ELIA

Nach einer ca. 3 Stündigen Busfahrt erreicht man (von Kandy) Nuwara Elia, die Stadt selbst hat wie so oft nicht viel zu Bieten ist aber Ausgangspunkt zu Wanderungen durch die bekannten Teeplantagen oder Zwischenstopp nach Ella. 

Zur Pedros Tea Factory kommt man sehr einfach vom Busbahnhof in ca. 15-20 Minuten und einem kurzen Fußweg, Eine Führung dauert ca. 20 Minuten und kostet umgerechnet ca. 3 € beinhaltet aber eine Tasse, die man auf der Terrasse mit Blick auf die Plantagen genießen kann. Die Führung selbst haut einen notorischen Kaffeetrinker nicht  aus den Socken ist aber ist trotzdem sehr interessant.

Möchte man  noch etwas mehr sehen geht man von der Tee Fabrik aus etwas Richtung Nordosten zum Lovers Leap Wasserfall. Diesen kann man von unten betrachten und sich etwas ausruhen oder an der rechten Seite einen steilen Pfand hinaufklettern, von oben hat man dann eine grandiose Aussicht, welche die Kraxelei allemal rechtfertigt. Sollte es kurz vor eurem Besuch geregnet haben würde ich den Aufstieg nur mit gutem Schuhwerk empfehlen da es sehr rutschig werden kann. Folgt man dem Flusslauf kommt man noch zur ein oder anderen Badestelle, man findet aber keine Weg hinaus um sich den Abstieg zu sparen.

ADAMS PEAK

Eine direkte Busverbindung von Nuwara-Elia gibt es leider nicht und man muss relativ hektisch in Hatton umsteigen. In Summe erreicht man nach einer sehr abenteuerlichen 3-4 Std Busfahrt Dalhouse, dies ist der Startpunkt der Wanderung auf den steil aufragenden 2243 m hohen Adams Peak und man kann die müden Beine schon beim Anblick spüren.  

Will man es den Einheimischen gleich tun die den Berg als Pilgerstelle bei Nacht besteigen um den Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu erleben muss man mehr als 4 Std für die eigentlich in 2 Std zu schaffende Strecke rechnen da viele Familien auch noch ihre alten und Fußkranken Verwandten mit auf den Heiligen Berg bringen wollen. Der Aufstieg beginnt flach und wird steil, sehr steil, es sind zwar alles Treppen aber das macht das unterfangen nicht weniger anstrengend, dafür etwas eintönig. Auf dem Weg nach oben gibt es noch einige Shops die kalte Getränke verkaufen, was bei einer Besteigung bei Tag sicherlich kein Fehler ist.

Oben angekommen waren wir etwas enttäuscht ein Betonbunker im Charme der Sowjetunion gemischt mit farbenfroher buddhistischer Dekoration. Der Fußabdruck Buddhas welcher sich auf der Spitze befinden soll, ist wie auch der Zahn im Tempel von Kandy nicht direkt sichtbar sondern durch einen goldenen Fußabdruck dargestellt. 

Bei gutem Wetter lohnt sich der Weg, ist es um den Gipfel aber bewölkt und sollte nicht der Weg das Ziel sein, ist es nicht zu empfehlen den Aufstieg auf sich zu nehmen.

TIPP: Wechselklamotten nicht vergessen, oben wird es erstaunlich kalt.

DER SÜDEN

Tanggalle: 

Direkt am Strand gelegen mit einem langen und weißen, wenn auch nicht ganz sauberen Strand lädt auf jeden fall zum verweilen ein. Restaurants bieten hervorragende Meeresfrüchte zu günstigen Preisen, besonders zu empfehlen ist das "Mango Shade", reservieren empfohlen. 

Überall wo es möglich ist sollte man, sich einen Roller oder Fahrrad mieten und die Gegend erkunden, überall gibt es kleine schöne Flecken die man zu Fuß vermutlich nie erreicht hätte.

Blue Beach Island:

ca. 14 km von von Tangalle in Richtung Galle befindet sich Blue Beach Island, ein schmaler Grat aus Sand verbindet die, nur wenige Meter vor der Küste liegende Insel, links und rechts sind Bunte Bote vertäut und es lädt zu einem kurzen Bad und einem Erkundungsspaziergang über die Insel ein.

Unawatuna Beach:

Deutlich mehr Touristen als in Tangalle daher gibt es noch mehr Bars und Restaurants.

Für den kleinen Geldbeutel aber für großen Geschmack sind "Mati Gedara" und "Happy Spice" zu empfehlen. Zum Feiern strömen Nacht für Nacht fast alle Feierwütigen in die Rooftop Bar, welche auf dem Dach einer Bauruine eingerichtet wurde. Der Auf- und Abstieg ist angetrunken nicht ganz einfach, lohnt aber allemal, sollte man sich nicht mehr sicher fühlen hat es auch fast immer in paar TukTuks die gerne Ihre Dienste anbieten.

Kommt man vor Sonnenuntergang oder bleibt bis Sonnenaufgang hat man einen grandiosen Blick über die gesamte Bucht da die Bar auf einem Hügel gelegen ist.  

Japanese Pagoda:

Die Japanische Friedenspagode ist in ca. 30 min von Unawatuna Beach zu Fuß zu erreichen. Speziell bei Sonnenuntergang kann man hier schöne Fotos schießen und den Ausblick aufs Meer genießen.

Galle Fort:

Ein absolutes must see, die Mauern und die Bauart beeindruckend. Wem das nicht reicht der gesellt sich zu den Klippenspringern die für kleine Spenden die waghalsigsten Sprünge aus 5 oder mehr Metern in das flache Wasser machen. Die kleinen Gassen mit unzähligen Shops laden nur so zum shoppen und verweilen ein.

Sea Turtle Hatchery Mahamodara:

Das schlechte Gefühl das wir hatten, da wir dachten das ist wieder nur Geldmacherei wurde zum Glück nicht bestätigt. Auch wenn es rustikal ist sind die Mitarbeiter mit viel Liebe bei der Sache und kümmern sich mit Hingabe um verletzte und frisch geschlüpfte Schildkröten. 

WISSENSWERTES

Sri Lanka, beliebt für die unberührte Natur und Stelzenfischer, welche auch  den Einband des “Lonely Planets” zieren und in keinem Urlaubsfotoalbum fehlen dürfen, empfängt einen an einem etwas altertümlichen, mittelmäßig klimatisierten Flughafen dessen Sanitären Einrichtungen deren Sauberkeit noch ausbaufähig ist. Duty-free Shopping Enthusiasten kommen hier voll auf ihre Kosten, allerdings vorausgesetzt, dass man sich mit einer Waschmaschine oder Klimaanlage für einen 3-wöchigen Backpacking Trip ausstatten möchte.Der Bandaranaike International Airport liegt ca. 35 km nördlich von Sri Lankas Hauptstadt Colombo und ist der einzige internationale Flughafen des Landes. Sollte man die Reise nach Norden oder Osten Starten kann man Colombo ohne schlechtes Gewissen links liegen lassen und sich direkt den schönen Fleckchen des Landes zuwenden. Möchte man sich von der Anreise erholen bietet es sich an in Negombo Quartier zu beziehen. Dies liegt ca. 5km vom Flughafen und ist ähnlich unspektakulär wie die Hauptstadt selbst. Ob man sich für Negombo oder Colombo entscheidet hängt allein von der Reiseplanung ab der Transfer zwischen Flughafen und den Städten kann mit dem Bus für unter einem Euro geschehen oder mit einem der vielen, recht aufdringlichen Fahrern die vor dem Terminal warten. Da die Kommunikation mit den meisten Fahrern auch auf englisch relativ kompliziert ist, empfiehlt es sich, sich noch im Flughafen eine Sim-Karte zu kaufen, so weiß man immer wo man ist und kann mit dem Hotel sprechen die dem Fahrer den Weg gut erklären können. Kosten je nach Entfernung zwischen 15 und 40 Euro. Die Schalter für den Erwerb der Sim-Karten hierfür befinden sich kurz vor dem Ausgang bei den ATMs.

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