• Clara & Max

Der Rest von Finnland oder Ohje Finnland Teil 2

Ciao freundliches Tampere, Hallo Helsinki!

Räder gemietet und los, es war windig, sehr windig und man wähnte sich eher auf halber Höhe bei Alpe d'Huez als auf der Ebene am Hafen von Helsinki. Die vermutlich über 20 Kilogramm schweren Citybikes mit mäßig guter Dreigangschaltung hatten hier auch ihren Teil beigetragen. So kurvten wir die ersten 2 Kilometer vom Parkplatz am Hafen in die Stadt und hatten aufgrund der nicht wirklich fixierbaren Sättel und nur hin und wieder zugreifenden Bremsen unserer gelben Streitrösser eine, nennen wir es abenteuerliche Fahrt.



Als wären wir noch nie auf Reisen gewesen, haben wir uns, an der Anlegestelle für Sightseeingboote, auf einem Markt mit 100% Touristen, ich glaube selbst die Verkäufer waren Touristen, das „Special“ für fast 20 Euro gegönnt. Pappteller, frittierte Minifische, frittierte Shrimps, frittierte Tintenfischringe und ein so trockenes Stück Lachs, dass man meinen könnte, es käme direkt von einem dreiwöchigen Urlaub auf der Sonne. Das Ganze wurde abgerundet von etwas matschigem Gemüse.

Ich versuchte noch verzweifelt etwas von dem versenkten Geld mit dem kostenlosen Kaffee wieder wett zu machen, da sich aber nach dem dritte Refill, der Becher aufzulösen begann, ließ ich es auf sich beruhen und trottete missmutig in Richtung der nächsten Fahrradstation.




Die Stadt war ganz nett, vom Hocker gehauen, hat mich keine der angepriesenen Sehenswürdigkeiten. Weil wir es nicht fassen konnten, dass es auch hier nichts gibt, hatte ich direkt vier Reiseführer heruntergeladen, die aber alle dasselbe zeigten. Sind wohl schon etwas zu verwöhnt oder, da bin ich mir fast sicher, einfach zu höherem Berufen :-)



Clara hatte immerhin noch ein Highlight, von dem Sie noch heute zehrt. Ein Schokobrownie mit Schokoglassur und einem Topping aus salzigem Crispy-Karamell. Um nochmal so ein Geschmackswunder zu finden sind wir hoffnungsvoll in jede Filiale des K-Marts.

Leider erfolglos.

Müde, durchgefroren und mit, immer noch um das Törtchen trauernder, Clara fuhr ich noch ein paar Kilometer Richtung Russland bis wir an einer Rasttätte unser Nachtlager aufschlugen.

Im nächsten Beitrag erzählen wir von mehr oder weniger freundlichen russichen Grenzbeamten und St. Petersburg. Jetzt geht es erstmal los Moskau erkundigen.


Liebe Grüße Clara & Max


(Fürs Protokoll, es gab keine Raktenstests von denen wir wissen.)

  • Grau Icon Instagram
  • Black Instagram Icon